Der Wehrhof 1728 (Wildbadstr. 7)


  
D as heute noch stehende Gebäude ist ein Überbleibsel der Wehranlage aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1728 gebaut. Es war mit Verteidigungselementen verbunden, die noch im Keller und in 1959 wiederentdeckten Fundamenten erkennbar sind. Das Gebäude steht hart am Ufer eines ehemals künstlich angelegten Weihers, der in der ganzen Talbreite schützend vor dem Weihertor lag und gleichzeitig als Wasserreservoir für die Mühlen genutzt wurde.

  
D er Wehraufgabe - im Sinne der Verteidigung - wurde der Wehrhof schon bald enthoben, als die Grevenburg 1734 gesprengt und Trarbach entfestigt wurde. Aber den Stauwehren für die Mühlen außerhalb der Stadtmauern diente er noch lange, indem er die Wehrmeister beherbergte. Der Teich wurde auch bis 1857 als Brandweiher genutzt, danach mit dem Brandschutt von Trarbach zugeschüttet.

 
 
Grafik von Giselher Castendyck

  D as Haus hatte ab 1734 verschiedene Verwendung als Allumnat des staat. Progymnasiums, Gaststätte, Kramladen, Mietskaserne nach 1945 und heute als Geschäftshaus des Weingutes Giselher Castendyck. Im Parterre befindet sich die Geschäftsstelle der Landesgruppe Rheinland- Pfalz / Saarland der Deutschen Burgenvereinigung.

  von Giselher Castendyck