|
Nach ca. 70 m Straßengang (siehe Wegkarte) stehen wir rechts vor einer Flankenbatterie des Bollwerks ,,Kur- Trier". Die Schießscharten ragen in die Festung hinein und lassen erkennen, wie raffiniert in der gesamten Einbettung eines Hornwerks die Schußlinien der jeweils drei Batterien angelegt waren. Die Geschütze befanden sich hinter der noch sichtbaren Mauer in einem unteren Gewölbe. Sie bestrichen aus den drei Schartenöffnungen die Grabensohle des Hornwerkes. |
 |
Bollwerk " Kur - Trier "
|
|
|
Drei Batterien auf der Gegenseite, in gleicher Anlage verborgen, kreuzten diese Schußbahnen (s. Zeichnung), so daß der Feind kein Durchkommen fand. Auf den Mauerkränzen waren weitere je drei versetzte Geschützstellungen vorgesehen. Die südliche Breitseite der Festung war durch drei solcher Bollwerke ,,Hunsrück", ,,Kur- Trier" und ,,Kur- Mainz" gegen das Vorgelände abgesichert, das Hornwerk ,,Hunsrück" dreifach gestaffelt. Sollte der Feind dennoch eingebrochen sein und vor den 20 - 25 Meter hohen Mauern der Hauptfestung stehen, gab es für ihn in diesem Kreuzfeuer keine Schußposition, die Geschütze zum Schweigen zu bringen. Genau berechnete Winkelflanken deckten jede Schußlinie zu den Feuerstellungen. Damit erklärt sich ein Geheimnis dieser Festung, die mit keiner Schußöffnung nach außen weiträumig das Vorfeld oder die jenseits der Mosel liegenden Hochebenen zu erreichen gedachte. Die Festung war nicht auf Störung von Belagerungen in ihrem Umfeld eingerichtet, sondern auf reine Verteidigung. Alle Geschützmündungen zeigen entweder nur in die Verteidigungsanlagen hinein oder in Richtung der Flanken ihrer unüberwindlichen Mauern.
|
 |
Südwestbollwerk
|
|