DIE HERKUNFT DES BAUMATERIALS


3.4. Die Herkunft des Baumaterials und die damaligen Arbeitstechniken

Anlässlich des Baus der Festung Mont Royal waren aus den umliegenden Ortschaften und Dörfern über 8000 Fronarbeiter beschäftigt. Sie waren gezwungen die Materialien, jeglicher Art, mit den bloßen Händen auf den Berg zu schaffen und dort ohne Maschinen zu verarbeiten.
Die Bollwerke, beispielsweise, sind von der äußeren Seite her mit rotem Sandstein verkleidet. Wie man später herausfand, bezogen die Franzosen den roten Sandstein aus dem Wittlicher Tal. Dieser rote Sandstein ist heute, durch die über Jahre hin einwirkende Verwitterung, sehr angegriffen.
Doch es wurde auch Sandstein aus der Gegend von Trier und Luxemburg verwendet. Dieser Sandstein ist fester in seiner Konsistenz und hielt somit den jahrelangen Umwelteinflüssen besser stand als der eben erwähnte rote Sandstein.
Nicht nur die verschiedenen Sandsteinarten litten unter der Zeit und ihren Folgen. Die Steine der Wallmauer (Ton-Schiefer-Verwitterungsgestein), die die Festung nach außen schützte, wurde durch die Erosion von Kälte und Wärme allmählich zersetzt.
Den Sand, den man zum Bau benötigte, holten sich die Arbeiter vom heutigen Grundstück der Firma Langguth. Dieser Boden weist heute noch einen relativ hohen Sandanteil auf. Dieser Sand, Moorkalk, Buttermilch und sogar Rinderblut, heißt es in alten Erzählungen, wurden verwendet um einen geeigneten Mörtel herzustellen. Dieser Mörtel hält bis heute noch die übriggebliebenen Mauer- und Bollwerksreste zusammen. Die Steine die bei der Sprengung aus der Mauer heraus gelöst wurden, verwendeten Teile der Traben-Trarbacher Bevölkerung zum Wiederaufbau ihrer Häuser nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1857. Aber auch Steine der Burgruine Grevenburg wurden hierzu verwendet.