| Das Wolfer Kloster
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Die ,,Liebfrauenkirche auf dem Göckelsberg", so der
offizielle Name des Wolfer Klosters, ist eine der ältesten Pfarrkirchen des
Moseltales. Das läßt sich aus ihrer Höhenlage außerhalb der umliegenden
Ortschaften und aus ihrer später überlieferten Priestergemeinschaft erschließen.
Die Bauart des Turmes weist auf eine Entstehung im 12.113. Jahrhundert hin.
Urkundlich erwähnt wird die Kirche erst im Jahre 1255, in dem
der Patronat über sie von Rudolf und Reiner von der Brücken und Friedrich
von Crove dem Kloster Machern geschenkt wurde. Dieser Patronat war an den
Marienaltar geknüpft, der in einer Urkunde vom Anfang des 14. Jahrhunderts
gelegentlich einer Stiftung für ein Ewiges Licht vor dem Altar namentliche
Erwähnung findet.
Die Kirche hatte sich dann der Gönnerschaft der Landesherren,
der Grafen von Sponheim, zu erfreuen, deren Erben im Jahre 1478 angeben konnten, daß
ihre Vorfahren in der Kirche fünf Altäre gestiftet und
Altaristenstellen dazu dotiert hätten. Der Johannisaltar war eine Stiftung des Grafen Johann III. von
Sponheim vom Jahre 1389, der mit zwei Dritteln des Zehnten aus Wolf belehnt war. Das
Erbe ging 1456 an die Pfalzgrafen von Zweibrücken.
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Durch die Vereinigung eines Pfarrers mit sechs oder sieben
Altaristen entstand somit ein stiftsähnliches Priesterkollegium. Graf Johann
V. von Sponheim erweiterte die kirchliche Anlage durch den Bau von Häusern für
die Priester. Nach dem schrittweisen Erwerb der Patronats- und Zehntrechte
beriefen die Landesherren die Brüder vom Gemeinsamen Leben aus dem
Markusstift in Butzbach'. Diese gingen bald an umfangreiche Erweiterungen
ihrer Klostergebäude.
Im Jahre 1498 wurde ein Keller in den Felsen gehauen, am 27.
Juli 1498 der Grundstein zu einem neuen Klostergebäude gelegt, das Dach wurde
1500 aufgesetzt. 1506 wurde eine Annakapelle geweiht. Infolge der Reformation,
zu der sich die Grafschaft Sponheim bekannte, wurde 1560 das Kloster aufgelöst
und sein Vermögen unter die Kirchen und Schulen der Hinteren Grafschaft
Sponheim und die im Dorf Wolf begründete Schaffnerei verteilt, ein Teil der
Gefälle der neuen Lateinschule in Trarbach überwiesen
Die Klosterkirche behielt ihre alten Pfarrechte. Während der
spanischen Besatzung 1622 - 24 fand dort vorübergehend katholischer
Gottesdienst wieder statt. Infolge des Dreißigjährigen Krieges geriet die
Kirche in eine solche Verwahrlosung, daß man 1685 an der Stelle der 1491
errichteten Servatiuskapelle einen Neubau im Dorf Wolf als Pfarrkirche
errichtete. Seitdem verfiel der stattliche Bau auf dem Berg immer mehr; das
Steinmaterial wurde 1782 bei der Errichtung eines neuen Schaffnereigebäudes
und bei vielen späteren privaten Wohnbauten genutzt. Zu Beginn des 19.
Jahrhunderts waren die Ruinen noch weit bedeutender als heute.
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