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Baugeschichte

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ie Grevenburg mußte sich baulich dem eng begrenzten Plateau auf dem vorgeschobenen Felsrücken und den teils senkrecht abfallenden Felswänden anpassen. Sie beinhaltete in ihrer Grundsubstanz die typischen Bauelemente einer mittelalterlichen Burg Pallas, Kemenate, Bergfried, Toranlage, Ringmauer. Dieser Kern blieb über Jahrhunderte erhalten und selbst noch dann, als die Burg nach Zerstörungen immer wieder mit Erweiterungen und Verstärkungen aufgebaut wurde und sich zur Festung wandelte. Des weiteren befanden sich innerhalb der durch Halbrundtürme bewehrten Ringmauer nur noch einige Nebengebäude, wie auf allen Burgen üblich. Die Burg hatte zwei Zuwege, der eine vom Tal über das heutige Kriegerdenkmal und den anschließenden Felsgrat, der andere als Fahrstraße entlang der westlichen Bergseite in ungefährer Höhe des mittleren ,,Schloßberger Weges". Somit hatte die Burg auch zwei Tore: das untere war durch Flankenwälle, das obere bergseitige Tor durch ein mauerberingtes Vortor gesichert.

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ie Spanier erweiterten schon nach 1620 die Burg talwärts durch Kasematten und durch ein Flankenbollwerk zur Sicherung der Toranlage am Halsgraben (,,das spanische Fort"). Die Schweden ergänzten die Anlage durch Verstärkungen 1632.
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ach 1645 folgten zusätzliche Bauten innerhalb des Kerns der Burg für Offiziers- und Soldatenunterkünfte und Erhöhung der Flankenbatterien. Das im Winkel etwas versetzte Kemenatenhaus wurde Zeughaus (Arsenal). An die nord - westliche Giebelwand des Pallas baute man ein Kommandantenhaus.


Unter Vauban verlor die Grevenburg ihren Charakter als Burg des Mittelalters und wurde moderne Festung (ab 1687). Die Pläne der einzelnen Bauphasen zeigen dies deutlich.

Schutz gegen Beschuß von oben, - die Geschütze waren zielsicherer entwickelt-, und die Absicherung der Anlage zum Bergrücken hin boten drei Oberwerke, die jenseits des Burggrabens auf dem Plateau des ,,Hohen Felsens" angelegt wurden. Damit sollten auch Belagerungstruppen von der Höhe ferngehalten werden, nachdem sich diese als strategischer Schwachpunkt erwiesen hatte.

1703 verzichtete man auf diese Sicherung und bezahlte den Leichtsinn mit der Eroberung 1704. Bei der Ausbesserung der Kampfschäden ab 1730 ließ Trier weitere Werke und Flankenbewehrung aus der Blütezeit Vaubans veröden und konzentrierte sich auf die Verstärkung der westlichen Anlagen. Bis 1704 bestanden die westlichen Vorwerke aus zwingerähnlichen Bauten ohne wesentliche Bewehr. Nach der Eroberung der Burg durch die Holländer 1704 (5. Grundriss A) blieb die Burg mit Kampfschäden unrepariert, so auch nach 1714, als sie Trier zufiel. Erst ab 1730 legte man an diese Seite Kasematten, funktionierte die Türme zu Bastionen um, damit auch die gegenüberliegende Talseite mit weitreichenden Geschützen bestrichen werden konnte (siehe Gesamtplan 1730). Dieser Bauzustand hielt sich bis zur letzten Eroberung durch die Franzosen 1734 und Sprengung. Bei der restlosen Zerstörung der Burg blieb die Giebelwand des Kommandantenhauses zur Moselfront als einzige Fassade stehen und gibt heute der Doppelstadt eine letzte Bestätigung vergangener strategischer Bedeutung.

Die umwehrte Stadt

Strahlenförmig verlief vom vorgeschobenen Berggrat die Stadtmauer nördlich steil ab und erreichte auf ungefähr Mitte der heutigen Brückenstraße die Talsohle. Westlich verlief die Stadtmauer talwärts zum Schottal (mit Schottor), schloß den Rittersaal (in der alten Kellerei) mit ein, überspannte den Bergrücken ,,Kästel" (Castellum) hinter der evangelischen Bergkirche (mit noch erhaltenem Tor) und sicherte in Höhe des Weihertorplatzes (Weihertor) bis hin zum Kautenbach die Stadt gegen den Talstern ab. Davor lag eine Wasseranlage mit dem Wehrhof (1728). Vom Weihertor winkelte die Mauer (später mit einer Vormauer) entlang des Bachlaufes zur Mosel, schützte die Moselfront (Moseltor) und schloß somit den Kreis um das sich in diesen Mauern eng drängende Städtchen Trarbach.

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