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Die
Burg liegt auf künstlich erweiterter Scharte des schroffen Felsgrates 140
m hoch und beherrscht Fluß, Tal, Pass- und Verkehrswege vom Hunsrück zur
Eifel, von Trier nach Koblenz und die Stadt Trawenerbach (Trarbach). Das
Bauwerk gab wirtschaftlich, politisch und kulturbringend der jungen Stadt
Auftrieb, Bedeutung und Ansehen und seine Ruinen- nach 1734 - bleiben
Anziehungspunkt der Doppelstadt. Die einzig noch stehende Fassade wurde um
1900 auf Veranlassung des damaligen Vorsitzenden des
Verschönerungsvereins, Franz Mallmann - unter Bürgermeister Weber -
restauriert. Als eindrucksvolle Silhouette vor einer historischen und
landschaftlichen Kulisse über der Doppelstadt zeigt sie die westliche
Fensterfront des einstigen Kommandantenhauses. Hinter diesem Anbau ragte
doppelt so hoch das Herrenhaus mit 4 Ecktürmen. Daneben lag das Zeughaus,
anschließend alles überragend der 35 m hohe Bergfried zwischen der
Schildmauer gegen den Berg. Das Durchfahrtstor daneben flankierten zwei
Pulvertürme, davon einer noch erkennbar. Eine Holzbrücke führte über
den breiten, tiefen (heute planierten) Hauptgraben zu zwei Vorwerken mit
eigenen Felsengräben. Deren Verteidigungs- Kasematten sind heute noch
teilweise erhalten.
Über
der Schutthalde des hohen Westwalles stehen noch zwei Kasemattenbögen der
schmalen Kasernen und ein Stützbogen vom Offiziershaus. Vom Burg bering
zweigten - von Türmen flankiert- Wehrmauer und Graben zur Stadt hin ab,
ferner der viel ,,schikanierte" Weg zu den Vor- und Unterwerken, von
denen nur noch ein Bogen am Fels (restauriert) erhalten ist. Wasserversorgung
war durch einen Brunnen und eine Zisterne gesichert. Letztere wurde durch
eine ca. 2 km lange Tonrohrleitung gespeist, die von einer Wasserkammer
auf den Kampsteinen das Wasser der Zisterne zuführte (1978 ausgegraben
und im Museum ausgestellt). |
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