Von der Französischen Revolution zum Deutsch-Französischen Krieg 1790 wurde Lothringen in vier Departemente aufgeteilt: Meurthe, Meuse, Moselle und Vosges, und 1793 wurden die deutschen Exklaven annektiert. Durch die Französische Revolution 1789 und das napoleonische Kaiserreich wurde schließlich Lothringen fest mit Frankreich verschmolzen. In den napoleonischen Kriegen stellte es zahlreiche Soldaten. 1815 verlor es Saarlouis und Saarbrücken an Preußen. Als Folge von Mißernten stieg in den Jahren 1816/17 der Brotpreis stark an und es kam zu Hungersnöten, die zu Erhebungen führten. 1832 wurden in Nancy aus Protest gegen die hohen Preise und die schlechte Qualität des Brotes die Bäckereien geplündert. Im selben Jahr erreichte die aus Asien kommende Cholera Lothringen, durch die viele Menschen, insbesondere arme, starben. Im zweiten Kaiserreich begann ein großer industrieller Aufschwung, wobei Lothringen an die Spitze der französischen Hüttenindustrie gelangte. Im Juli 1850 fuhr der erste Zug von Nancy nach Metz. Die Bevölkerung wuchs stetig. Durch den Deutsch-Französischen Krieg wurde diese ruhige Entwicklung jäh unterbrochen. Vom Reichland bis heute
Nach dem Deutsch-Französischen Krieg
(1870-71) mußte Frankreich das Elsaß (ausgenommen
das Gebiet Belfort) und große Teile Lothringens
(Departement Mosel und Kreise im Departement
Murte) an das neue, das zweite Deutsche Reich
abtreten. Die Geschichte Lothringens wurde nun die
des Reichslandes Elsaß-Lothringen. 1872 wurde das
Tal der Breusch, Teil des Departements Vogesen, an
Elsaß-Lothringen angegliedert. Traurige
Berühmtheit erlangte im Ersten Weltkrieg (1914-18)
die lothringische Stadt Verdun, in deren Nähe 1916
auf beiden Seiten Hunderttausende von
Soldaten
fielen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde
Elsaß-Lothringen wieder Frankreich
einverleibt. |